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Weltweit größtes und ältestes Festival für Traditional Jazz


Niels von der Leyen

Berlin

Niels von der Leyen zum Internationalen Dixieland Festival Dresden

Niels von der Leyen ist ein Pianist, der Boogie‑Woogie nicht nur spielt, sondern lebt. Früh vom Klang dieser Musik gepackt, tastete er sich als Jugendlicher ohne Noten und ohne Lehrer an die raffinierten Bassmuster und Läufe heran, die die großen Boogie‑Ikonen berühmt gemacht haben. Später kamen Begegnungen mit Szenegrößen hinzu, allen voran Axel Zwingenberger, der ihn bereits als 17‑Jährigen in Hannover hörte und zum regelmäßigen Austausch ermutigte. Nach einem kurzen Ausflug in den kaufmännischen Bereich entschied sich Niels endgültig für die Musik – seither ist das Klavier sein Arbeitsplatz, sein Reisegefährte und sein Spielplatz.


Sein Stil ist leicht zu erkennen: Die linke Hand treibt mit unerschütterlichem Puls, variierten Bassfiguren und überraschenden Akzenten unermüdlich nach vorn, während die rechte Hand melodische Phantasie und voicing‑bewusste Harmonik verbindet. Klassische Boogie‑Patterns werden bei ihm nicht einfach wiederholt, sondern entwickelt: kleine rhythmische Verschiebungen, Einschübe aus dem Jazz, kurze Ausflüge in modale Farben oder funkige Licks sorgen dafür, dass die Musik nie zur bloßen Schau virtuos geübter Muster wird. Stattdessen hört man einen Musiker, der aus dem Vokabular des Boogie‑Woogie erzählt.
Besondere Strahlkraft entfaltet dieses Spiel, wenn Niels mit einem Gastmusiker auftritt.


Ein typischer Abend mit Niels von der Leyen und Gast beginnt oft mit einem Solo‑Set, in dem das Publikum das volle Spektrum seines Pianos hört: von klassischen Boogies über langsam glühende Blues‑Balladen bis zu jazzig verfeinerten Eigenkompositionen. Im zweiten Teil erweitert der Gast den Horizont. Dann wird aus dem Solo‑Recital eine kleine Band, in der etwa Schlagzeug und Bass den Groove verdichten oder ein Saxofon die Melodien zum Singen bringt. Das Repertoire reicht von eigenen Stücken über traditionelle Boogie‑Themen und Blues‑Standards bis zu überraschenden Versionen bekannter Songs, die im Boogie‑Gewand erscheinen.


Niels von der Leyen ist regelmäßiger Gast bei Festivals wie der „Hamburg Boogie Woogie Connection“, beim Blue Wave Festival Binz oder bei spezialisierten Boogie‑Nights in ganz Europa. Für unser Festival, das den Bogen vom klassischen Jazz hin zu seinen pianistischen Seitenarmen spannen möchte, ist ein Abend mit ihm und einem ausgewählten Gast zugleich Programm und Versprechen: Hier wird Boogie‑Woogie nicht als Relikt gezeigt, sondern als quicklebendige Kunstform, die mit jedem Takt weiterrollt.

Weitere Infos

Zu hören und zu sehen

Zeichenerklärung
  • arr

    Arrangements

  • as

    Altsaxophon

  • b

    Bass

  • bdr

    Bass-Drum

  • bg

    Bassgitarre

  • bgp

    Dudelsack

  • bj

    Banjo

  • bs

    Baritonsaxophon

  • bss

    Bass-Saxophon

  • btp

    Bass-Trompete

  • cl

    Klarinette

  • cor

    Kornett

  • dr

    Schlagzeug

  • fl

    Flöte

  • flh

    Flügelhorn

  • g

    Gitarre

  • harm

    Mundharmonika

  • harp

    Harfe

  • helik

    Helikon

  • hh

    High-Hat

  • kb

    Kontrabass

  • keyb

    Keyboard

  • lead

    Bandleiter

  • octb

    Octobass

  • p

    Piano

  • perc

    Percussion

  • rec

    Blockflöte

  • sax

    Saxofon(e)

  • slw

    Slide Whistle

  • sndr

    Snare (kl. Trommel)

  • sous

    Sousaphon

  • ss

    Sopransaxophon

  • tb

    Posaune

  • tp

    Trompete

  • ts

    Tenorsaxophon

  • tu

    Tuba

  • vib

    Vibraphon

  • vl

    Violine

  • voc

    Gesang

  • wbd

    Waschbrett